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LEONI kaufen


20.10.2009
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Marc Gabriel, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von LEONI (ISIN DE0005408884 / WKN 540888) von "halten" auf "kaufen" herauf.

Im Rahmen ihres Investorendinners hätten CFO Dieter Bellé und IR Frank Steinhart die Geschäftsstrategie und -entwicklung des Unternehmens erläutert. Folgende Punkte seien für die Investoren von Bedeutung gewesen:

Der CEO, Klaus Probst, habe zuletzt in der Börsenzeitung für die europäische Automobilbranche ein Wachstum von 10% für 2010 prognostiziert und angekündigt, dass LEONI dieses Wachstum übertreffen wolle. Dazu habe Herr Bellé ausgeführt, dass LEONI beispielsweise für China mit einer Verdoppelung der Umsätze in den kommenden zwölf Monaten (auf rund 130 Mio. EUR) rechne. Gleichzeitig sei man nach den Restrukturierungsmaßnahmen inzwischen so aufgestellt, dass selbst bei einem Monatsumsatz von 180 Mio. EUR (Ziel seien weniger als 200 Mio. EUR gewesen) der Break-even-Punkt erreicht werden könne.

Die Entwicklung im August sei aufgrund der verlängerten Werksferien bei den OEMs nicht zufriedenstellend gewesen, jedoch sei der September insbesondere im Bordnetzbereich ein hervorragender Monat gewesen und mit der Visibilität von rund zwei Monaten setze sich diese Entwicklung bis in den November fort. Fraglich bleibe nur noch die Entwicklung im Dezember, in dem erneut Werksferien bei den OEMs anfallen würden. Das dritte Quartal sollte umsatzmäßig auf dem Q2-Niveau ausgelaufen sein und das bereinigte EBIT (BHLe: 0,6 Mio. EUR) dürfte nach Erachten der Analysten positiv ausgefallen sein. Für einige Standorte hätten bereits wieder Mitarbeiter eingestellt werden müssen.


Der Auftragsbestand im Bordnetze Segment (Wiring Systems) liege aktuell bei über 9 Mrd. EUR und die Produktneuanläufe (C-Klasse in China, E-Klasse und vor allem die neuen BMW-Serien (5er, 6er, 7er) sowie der neue Opel-Zafira würden für das Unternehmen sprechen, das in dem schwierigen Marktumfeld weitere Neuanläufe habe hinzugewinnen können. Das Problem sei in den letzten zwölf Monaten die Menge gewesen, die einfach nicht in der Größenordnung abgerufen worden sei, wie kalkuliert. Dieses Mengenrisiko trage LEONI alleine, während das Kupferpreisrisiko weitestgehend vom Kunden getragen werde.

Mit der Platzierung der rund 9,9% eigenen Aktien, die LEONI ursprünglich als Akquisitionswährung im November 2008 gekauft habe, habe das Unternehmen das Eigenkapital um rund 40 Mio. EUR netto verstärken können, ohne dass der Buchgewinn von 14 Mio. EUR sich gemäß IFRS in der GuV widerspiegeln werde. LEONI habe keine laufenden Pläne für Akquisitionen, was angesichts der rund 600 Mio. EUR Nettofinanzschulden verständlich sei. Sobald die Akquisition von Valeo verdaut sei und das Gearing wieder auf einem vertretbareren Niveau liege, wolle LEONI auch wieder über größere Akquisitionen außerhalb der Bordnetzsparte wachsen.

Mit der neuen Strategie, die Abhängigkeit von der Automobilindustrie zu reduzieren, komme das Unternehmen schrittweise gut voran. Von den 2,9 Mrd. EUR Umsatz in 2008 seien bereits rund ein Drittel aus anderen Industrien gekommen, wobei es das mittelfristige Ziel sei, ein ausgewogenes Verhältnis zu erreichen. Erste Aufträge aus der Solarindustrie, der Luftfahrt und Infrastrukturmaßnahmen würden dies belegen. Das Unternehmen sei nach eigenen Angaben bei den Hightech-Produkten für kundenspezifische Lösungen führend und im Gesamtmarkt (inklusive Energie-, Telekom- und Installationskabeln), in den man nicht hinein möchte, die Nummer vier.

LEONI sei nach Erachten der Analysten strategisch gut aufgestellt und werde die führende Position in Europa verteidigen können. Die ergriffenen Maßnahmen würden wirken und mit Blick auf die Diversifizierungsstrategie dürfte das Ziel, eine EBIT-Marge von 7% p.a. zu erreichen sicherlich bald (BHLe: 2012) wieder in Reichweite kommen. Insbesondere die Verringerung der Abhängigkeit zur Automobilindustrie dürfte dabei hilfreich sein. Ein Bordnetz koste zwischen 150 und 700 EUR (durchschnittlich rund 250 EUR) und das bei PKW-Verkaufspreisen von bis zu 100.000 EUR für die gehobene Klasse. Trotzdem werde der Druck der OEMs sicherlich nicht nachlassen, die geschaffenen Effizienzgewinne der Zulieferer (bis zu 3% p.a.) in Form von Preisnachlässen an die Produzenten weiterzugeben.

Die Aktie habe sich bereits von ihren Tiefstständen gut erholen können. Der maßgebliche Treiber für weitere Kursanstiege bleibe sicherlich die Automobilnachfrage. Ziehe diese wie erwartet an, sollte auch die Aktie maßgeblich profitieren. Bei der Bewertung greife man unverändert auf den Median des Peer-Group-Vergleichs zurück, bei dem man den Risikoabschlag von 10% beibehalte und auf die Faktoren EV/Umsatz und Kurs-Buchwert-Verhältnis abstelle. Die Veränderungen bei den EPS-Erwartungen für 2010 (neu: 0,42 EUR, alt: 0,47 EUR) und 2011 (neu: 1,40 EUR, alt: 1,54 EUR) würden aus der erhöhten Aktienanzahl resultieren.

Aufgrund der verbesserten Bilanzstruktur und gestiegener Multiples ermitteln die Analysten vom Bankhaus Lampe ihr neues Kursziel von 18,00 EUR (alt: 16,00 EUR) und empfehlen die Aktie von LEONI zum Kauf. (Analyse vom 20.10.2009) (20.10.2009/ac/a/d)



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